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Es war das erste Mal, dass sich nach fast zwei Jahren Öffnungszeit des Cafés ein Politiker direkt vor Ort mit den Cafébesuchern und Ehrenamtlern zum Austausch traf. An der hohen Anzahl der Besucher etwa 60 Personen inklusive Kinder  und Jugendlicher konnte die Wichtigkeit des Besuches gemessen werden.

Besucher und Ehrenamtler stellten Herrn Kleine nach einer kurzen Vorstellungsrunde viele Fragen und äußerten auch ihre Wünsche und Sorgen. Auch die Jugendlichen trauten sich über ihre Situation zu reden. Besonders belastend ist das jahrelange Wohnen in Gemeinschaftsunterkünften.

Überhaupt ist die schwierige Wohnungssituation für viele sehr belastend. So wohnen manche Erwachsenen Männer jetzt schon fast zwei Jahre in der Gemeinschaftsunterkunft z. B. in Biesfeld mit zur Zeit 12 Männern und nur einer funktionierenden Dusche und WC. Dies empfinden viele als unwürdig.

Natürlich wurde auch nach dem sozialen Wohnungsbau in der Gemeinde Kürten gefragt, auf den Nico Fuchs auf die Planung in Dürscheid  hinwies. Allerdings sind das alles keine schnellen Lösungen.

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Weitere Thematik war die Arbeitssituation. Viele der Asylbewerber wollen arbeiten, nach dem sie nun bestimmte Sprachkurse absolviert haben. Leider ist es recht schwierig Arbeit zu finden. In diesem Zusammenhang wurde auch die Residenzpflicht und die langwierigen Asylverfahren kritisch gesehen.

Über allem schwebt immer wieder die Angst der Abschiebung und das Unverständnis warum manche Asylbewerber drei Jahre, andere nur ein Jahr und manche nur drei Monate Aufenthalt bekommen. Auch der Wunsch nach Zuzug der Familie wurde mehrfach geäußert.

Seitens der Ehrenamtler wurde eindringlich darauf hingewiesen ein vernünftiges Einwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen, damit die  integrierten, motivierten und qualifizierten Asylbewerber in Deutschland bleiben dürfen.

Auch wurde von den Ehrenamtler der Wunsch nach weiteren Helfern ausgesprochen. Auch wurde angesprochen, dass die in der Gemeinde hauptamtlich Tätigen oftmals überlastet sind; so fehlt z. B. ein Profi als Ansprechpartner für persönliche Krisen, Alkohol und anderer Schwierigkeiten.

 Die beiden Politiker hörten sich all die Sorgen, Belastungen und Wünsche geduldig an. Nco Fuchs bekam so viele „Arbeitsaufträge“, dass er für die Notizen ein DIN A5 Blatt benötigte.

Überrascht waren sie von den guten Sprachkenntnissen der Asylbewerber, der guten Qualifikationen und der großen Motivation der Besucher. Das Problem mit den Alltagsproblemen wie z. B. eine fehlende Dusche entsetzte sie auch. 

Nikolaus Kleine wollte und konnte keine Versprechungen machen, dass er im Falle eines Wahlsieges alles verändern könne; dafür wäre sein Einfluss vermutlich zu gering. Gerne möchte er sich aber schon jetzt dafür einsetzen, dass wir allen Menschen offen und respektvoll entgegen treten. Eine offene und gerechte Gesellschaft hält er für den Zusammenhalt der Gemeinschaft als unverzichtbar. Gerne will er auch Werbung für weitere Helfer auf verschiedenen Kanälen machen.

Das gemeinsame Gespräch beeindruckte beide Politiker so sehr, dass sie nachher noch mit einigen Asylbewerbern den persönlichen Kontakt suchten. Insgesamt war es sehr bereichernd und guttuend, dass Asylbewerber und Ehrenamtler endlich mal Zeit und Raum hatten, gehört und ernst genommen zu werden.

Mit einem kräftigen Applaus wurden die beiden verabschiedet und bei manchen Besuchern entstand mal wieder Hoffnung doch noch hier in Deutschland was zu erreichen. Möglicherweise hat Herr Kleine auch ein paar Sympathisanten mehr gewonnen.

(Norbert Broich)


   

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