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Dass Integration nur gelingen kann, wenn sowohl die Einheimischen als auch die Zuwanderer aufeinander zugehen, sollte jedem klar sein. Zentral ist hierbei immer der Spracherwerb und die Möglichkeiten dazu.

Aufgeschlossenheit auf beiden Seiten und die Kultur des jeweils anderen zu respektieren, ist ein weiterer Baustein. Integration bedeutet nämlich nicht, die kulturelle Identität aufzugeben. Wenn das alles funktioniert, dann wird es was, wie der folgende Bericht deutlich macht.


Mahmmad Seli, 23 Jahre, stammt ursprünglich aus Syrien. Über einige Umwege kam er im Sommer 2015 nach Kürten. Er wurde im gelben Haus untergebracht, aber von Anfang an hatte er den Wunsch, in einer deutschen Familie zu leben. Er wollte so sowohl die deutschen Gepflogenheiten und vor allem die deutsche Sprache schneller lernen.

Er besucht seitdem jede Woche das Begegnungscafé in Kürten. Dieser Treffpunkt ist seit Februar 2015 fester Bestandteil der Aktivitäten vom Fluchtpunkt Kürten. 15-20 Ehrenamtliche sind hier Ansprechpartner und Anlaufpunkt für die Sorgen und Nöte der Asylbewerber. Hier wird gespielt, geredet und gelacht, bei Behördenschreiben, Wohnungs- und Jobsuche geholfen und Kontakte geknüpft.

Eine Familie wurde nicht gefunden, aber seit seiner Anerkennung hat er eine kleine eigene Wohnung. Zum Café kommt Mahmmad seit einiger Zeit etwas später, denn: Er hat eine Arbeitsstelle gefunden! Genauer gesagt, hat er seit September 2016 bei der GL Service gGmbH in Bergisch Gladbach eine sogenannte „EQ-Maßnahme“ begonnen. Er absolviert dort eine „Einstiegsqualifizierung zum Hotel-und Gastgewerbe/Speisevorbereitung/Koch“.

Diese Maßnahme findet vor der eigentlichen Ausbildung statt, denn die deutschen Sprachkenntnisse von Mahmmad hätten für die Theorie in der Berufsschule nicht ausgereicht. Jetzt hat er ein Jahr mehr Zeit, seinen Traumjob zu erreichen.
Die Idee hierzu hatte sein Ausbildungsleiter Adnan Lijura.
Er hat Mahmmad Seli schon bei seinem zweiwöchigen Praktikum bei der GL Service gGmbH begleitet und war sehr zufrieden. Der Leiter war aber auch der Motivator für Mahmmad und so entstand der feste Wille, eine Ausbildung zum Koch zu machen. Schließlich hatte er nach seinem Abitur in Syrien und später im Irak als Koch gearbeitet.

Foto GL Service Mensa

Nach Zustimmung von JobCenter und der Agentur für Arbeit unterschrieb er den Vertrag. Mahmmads Aufgaben im Betrieb der GL Service bestehen darin, in der Schulküche der Integrierten Gesamtschule Paffrath Mittagessen für 1000 Schülerinnen und Schüler von fünf städtischen Schulen vorzubereiten und zu kochen.

Unter den überwiegend deutschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verbessert sich sein Deutsch recht schnell. Trotzdem ist Mahmmad in der Berufsschule auf Unterstützung seiner Mitschüler angewiesen. Diese ist zum Glück da; er erlebt große Hilfsbereitschaft in seiner Klasse. Daneben muss er natürlich auch zuhause den umfangreichen Schulstoff lernen.

Resümee:
Mahmmad Seli ist in Deutschland „angekommen“. Er geht einer geregelten Beschäftigung nach, die ihm Freude macht. Er hat eine sehr gute Perspektive, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu finden. In seinem Wohnort Kürten fühlt er sich wohl und sucht nach wie vor die Nähe des Begegnungscafés in Kürten. Den Helferinnen und Helfern ist er längst ans Herz gewachsen und alle freuen sich über seinen positiven Werdegang. Auch im Fußball, bei der DJK Montania Kürten e.V. hat er seit längerem Anschluss gefunden. Seit ein paar Wochen ist er im Besitz eines Spielerpasses.

   
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