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Es wurde eng im kath. Pfarrsaal in Kürten - Dürscheid und nicht jeder der ca. 120 interessierten Bürger erhielt einen Sitzplatz. Mit der Veranstaltung des heutigen Abends wollte die Gemeindeverwaltung, das Kreisjugendamt und Fluchtpunkt Kürten, den Kürtener Bürgern eine weitere Facette der Flüchtlingsthematik näher bringen. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die der Gemeinde Kürten in verstärktem Maße zugewiesen werden, sollen zukünftig bei Pflegefamilien die notwendige Ruhe und Unterstützung finden.

Hier erfahren die jungen Flüchtlinge Geborgenheit und Wärme. Das verdeutlichte auch Bürgermeister Willi Heider, der dafür warb, sich über das Thema Gedanken zu machen. Denn alternativ muss die Unterbringung in einem Kinderheim erfolgen.

Das Profil der unbegleiteten Neuankömmlinge beschrieb Jugendamtsleiter Thomas Straßer wie folgt: "Die Jugendlichen sind zu 90 Prozent männlich und in der Regel von 14 bis 17 Jahren alt. Viele sind hochmotiviert, wollen in die Schule gehen und lernen." Der Rheinisch-Bergische Kreis rechnet für seinen Jugendamtsbereich, der Burscheid, Kürten und Odenthal umfasst, in den nächsten Wochen mit circa 50 jungendlichen Flüchtlingen, die eine sichere Unterkunft benötigen. Derzeit sind rund 20 Heranwachsende vom Jugendamt untergebracht. Allerdings nicht in Pflegefamilien, sondern in Gruppen mit weiteren Heranwachsenden.

Thomas Straßer und vier weitere Mitarbeiter verdeutlichten den zahlreichen Besuchern einerseits die Herausforderung, die die Aufnahme mit sich bringt. Denn selbstverständlich gibt es sprachliche Barrieren und auch kulturelle Unterschiede zu überbrücken. Zudem kommen manche Jugendliche von Krieg, Vertreibung und Flucht traumatisiert in Deutschland an. Andererseits gibt es vielfältige Unterstützungsangebote durch das Kreisjugendamt. Ein Amtsvormund erledigt alle rechtlichen Dinge bis zur Begleitung im Asylverfahren. Auch bei der Suche nach der passenden Schule unterstützt der Rheinisch-Bergische Kreis. Traumatisierte Kinder erhalten psychologische Begleitung, um die Erlebnisse besser verarbeiten zu können. Und natürlich gibt es auch finanzielle Hilfen für Verpflegung, Kleidung, Klassenfahrten, Mitgliedsbeiträge im Sportverein und viele Dinge mehr.


UMF   Flyer UMF

(von links) Thomas Straßer, Willi Broich, Bürgermeister Willi Heider
und Hilger Müller informierten über die Aufnahme von unbegleiteten
minderjährigen Flüchtlingen

  Informationsbroschüre zum Thema
"Familien für Flüchtlingskinder gesucht"

Wer einen Jugendlichen aufnehmen möchte, der tritt zunächst in Kontakt mit dem Jugendamt. Hier findet eine intensive Beratung statt. Im nächsten Schritt folgen Treffen mit dem potenziellen Schützling – vielleicht auf ein Eis oder einen Kaffee, um sich kennenzulernen. Nach einigen Zusammenkünften wird dann gemeinsam eine Entscheidung getroffen. "Die Chemie muss stimmen", macht Thomas Straßer klar, "Familie und Jugendlicher müssen sagen, dass es passt. Sonst hat es keinen Sinn." Ein Pflegeverhältnis dauert in der Regel ein bis drei Jahre. Aber natürlich kann der Jugendliche auch nach seiner Volljährigkeit bei der Pflegefamilie wohnen bleiben. Auch dann gibt es noch Unterstützung durch das Jugendamt.

Die Familien, die einen Jugendlichen aufnehmen wollen, sollten "eine hohe Motivation haben. Das Zusammenleben ist natürlich nicht immer einfach", macht Thomas Straßer weiterhin deutlich. Darüber hinaus braucht man natürlich ausreichend Wohnraum, muss seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten können und ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen.

Wer sich für die Aufnahme eines minderjährigen unbegleiteten Flüchtlings interessiert, kann sich an das Kreisjugendamt wenden. Ansprechpartner ist Thomas Beier unter der Telefonnummer 02268 / 8017130 oder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

(Quelle: Presseinformation Rheinisch-Bergischer Kreis)

 





   

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